in Theke

Ein kleines „Gin-dich-ein“ bei mensaman

Nachdem ich mich in letzter Zeit eher mit Wodka und Rum auseinander gesetzt habe, habe ich mal wieder einen Abend den Gin zum Protagonisten gemacht. Zur Auswahl standen dieses mal drei bzw. zwei Vertreter, die jeder von euch im Supermark bekommen kann. Aus diesem Grund bezeichne ich diese als „Supermarkt-Gins“. Warum ich solche Gins anbieten wollte? Ich wollte wissen ob sich unter diesen Drei eventuell ein Geheimtipp befindet.

Da ich aber sehr ungern alleine trinke, lud ich mir noch vier weitere Mitstreiter ein. Was das Gin-Trinken angeht waren alle noch ein unbeschriebenes Blatt. Eine perfekte Gruppe also um die Supermarkt-Gins bewerten zu können.

Gordon’s London Dry Gin

Der Gordon’s Gin ist in jedem Supermarkt zu finden und ist unter 15 € zu bekommen. Er schlägt mit 37,5%  zu buche. Laut der Internetseite wird bei der Produktion auf einen hohen Standard und gleichbleibende Qualität geachtet.
Beim Geschmack erlebt man keine Überraschungen oder eine besondere Note. Ich empfand beim Trinken einen starken bitteren Geschmack, der sehr lange im Mund präsent war. In Verbindung mit einem Tonic konnte mich sein Geschmack auch nicht wirklich überzeugen, da auch hier der bittere Geschmack zwar schwächer aber trotzdem vorhanden war.
Warum er laut Statistik zu den meistverkauften Gins in Deutschland gehört, kann ich mir persönlich nur dadurch erklären, dass er eben in jedem Supermarkt erhältlich ist.

Freeman’s London Dry Gin

Dieser Gin belastet das Portemonnaie mit rund 10 – 12€. Teilweise bekommt man den Gin sogar für noch weniger Geld. Über die Destille konnte ich leider nichts erfahren, was ich in diesem Fall allerdings auch nicht schlimm finde.
Mir schmeckt dieser Gin nämlich überhaupt nicht. Während ich beim oben genannten Gordon’s Gin mit Tonic noch etwas herausholen konnte, war es mir bei diesem Gin überhaupt nicht möglich. Lasst einfach die Finger davon. Vor allem da ich in einigen Foren gelesen habe, das dieser Gin wohl einen mächtigen Schädel macht. Nehmt lieber etwas mehr Geld in die Hand und holt euch etwas anständiges.

Nach diesen zwei Fehlversuchen beschloss ich meinen Gästen nicht noch einen der „Supermarkt-Gins“ zu kredenzen. Wir begaben uns eher in eine etwas höhere Klasse der Gins.

Bombay Sapphire London Dry Gin 47%

Einer meiner Lieblingsgin ist und wird für alle Zeiten der Bombay Sapphier sein. Alle Gäste nickten über meine durchweg positive Meinung und den toller Geschmack bei diesem Gin.
Die über zehn „Botanicals“(pflanzliche Zutaten) schmecken in Verbindung des typischen Wacholdergeschmack sehr sehr gut und fein. Meiner Meinung nach kann man dem Bombay Gin sogar pur trinken, aber auch als Gin Tonic ein wirkliches tolles und leckeres Produkt. Am liebsten trinke ich ihn mit einer Gurkenscheibe.

Noch etwas über den Bombay: Angeblich beruht dieser Gin auf einem altem Londoner Rezept aus dem Jahre 1761. Wenn ihr euch einen zulegen wollt seit nicht überrascht über den angegebenen Alkoholgehalt. In Deutschland erhält man leider nur den Gin mit 40%vol. Alkohol. Im Duty Free Shop oder bei manchen Online Shops bekommt man aber auch den mit 47%vol. Alkohol.
Einen Unterschied im Geschmack gibt es schon. Allerdings ist der Bombay mit 40%vol. ein genauso tolles Produkt.

Bulldog London Dry Gin

Zum goldenen Abschluss gab es den Bulldog London Dry Gin. Obwohl es den Bulldog erst seit 2006 auf dem Markt gibt, hat er sich bereits einen Namen in der Szene gemacht. Im Vergleich zu anderen Gins hat er ein deutliches Zitronenaroma, welches gerade in Verbindung mit Tonic verstärkt wird. Natürlich muss man für diesen Gin etwas Geld in die Hand nehmen. Beim Fachhändler bekommt man ihn für 26 – 28 €.
Es ist ein junger frischer Gin, der bewusst mit seinem frechen Image wirbt („not your grandfather’s gin“). Ich kann ihn vom Geschmack bisher auch mit keinem anderen Gin den ich getrunken habe vergleichen. Muss ich aber auch nicht. Denn was zählt ist der Geschmack, der meine Gäste und mich  überzeugt hat.

Fazit

Nun möchte ich zum Fazit des wirklich schönen Abend unter Freunden kommen. Die beiden erst genannten günstigeren Gins (Gordon’s London Dry Gin und Freeman’s London Dry Gin) sind keine Geheimtipps. Sicherlich mögen diese Gins für den einen oder anderen ihren Zweck erfüllen, allerdings für Freunde und Fans von Gin reicht es absolut nicht aus.

Für Fans und Groupies des Gins, seihen die anderen beiden Gins (Bulldog London Dry Gin und Bombay Sapphire London Dry Gin) ans Herz gelegt. Sicherlich muss man hier mehr bezahlen, bekommt aber eben auch ein tolles Produkt, was wirklich Spaß macht.

 

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3 Comments

  1. ungeheuer 12. März 2014 Reply
    • mensamanAuthor 12. März 2014 Reply

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