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Guild Wars 2

Ungeheuler hat hier jahrelang Berichte zu Guild Wars gebracht. Ich persönlich dachte ja, dass das Spiel niemals erscheint. Es wurde immer wieder verschoben, neu angekündigt, verschoben und dann doch veröffentlicht. Nun ja, die ganzen Berichte von Chron haben mich neugierig gemacht. Was zur Folge hatte, dass ich es mir kaufen musste. Sogar vor Ungeheuler. Das Spiel müsste mittlerweile knapp zwei Monate auf dem Markt sein. Einen richtigen Test kann ich natürlich nicht schreiben, da ich es weder durch habe (OK, bei einem MMO ist das eh schwer 😉 ), noch habe ich den Höchstlevel erreicht oder die Karte komplett aufgedeckt. Aber zu einer kleinen Zusammenfassung dürfte es reichen.

Die Quests:

Die neuen MMOs sehen anfangs immer ganz nett aus. Manche mögen auch wirklich gut sein, aber immer wenn ein neues das digitale Licht erblickt, stellt sich mir eine Frage: Ist es wieder ein neues WoW mit besserer Grafik, oder haben sie tatsächlich was neues geschaffen? Das heißt im großen und ganzen: Wie ist das Questsystem?

Hier muss man sagen, haben die Jungs und Mädels von ArenaNet nicht wirklich was total neues erfunden, aber sie machen es anders und das gefällt mir. Es gibt nach wie vor Questgeber, die einem eine meistens eher langweilige Geschichte präsentieren aber die muss man sich nicht zu Gemüte ziehen.  Man muss den Questgeber noch nicht einmal ansprechen. Sobald ihr in ein bestimmtes Gebiet kommt, wo man die Quest erledigen kann, habt ihr sie schon angenommen. Eine Quest lässt sich meisten auf mehrere Arten erledigen. Es sind wieder die üblichen Aufgaben wie hole X davon und bringe es irgendwo hin, oder töte 15 von Kreatur Z. Aber ganz ohne diese Aufgaben geht es wohl nicht. Hat man alles erledigt, wird die Quest automatisch als erfolgreich gewertet und ihr bekommt eure Belohnung per Post. Die ihr übrigens überall lesen könnt. Verlässt man das Gebiet ohne die Quest zu beenden, wird der Fortschritt gespeichert und ihr macht irgendwann weiter. Auf der Karte sind die Questgeber als Herzsymbol eingetragen. Man findet alte Quests also sehr leicht wieder.

Neben den üblichen Quests hat jedes Volk eine eigene Storyline, die in Form von instanzierten Quests erzählt wird. Die Story ist nicht überragend aber sie unterhält.

Steuerung:

Die Steuerung ist eigentlich wie bei jeden anderen MMO auch. Gesteuert wird mit Maus und Tastatur. Über die Zahlen steuert man die Angriffe. Größter Unterschied zur Konkurrenz ist, dass die Angriffsmöglichkeiten abhängig sind von der gerade getragenen Waffe. Ansonsten gibt es hier nix neues zu berichten.

Grafik:

Ich bin nun wirklich keiner der nur auf die Grafik achtet. Gerade bei WoW sieht man dem Spiel an, dass es nicht mehr das Jüngste ist. Aber mich hat das nie gestört. Schließlich besitze ich auch eine Wii 🙂

Was einem bei Guild Wars geboten wird ist schon sehr schön anzusehen. In vielen anderen Tests konnte man lesen, dass es das zur Zeit schönste MMO auf dem Markt ist. Da kann ich nur zustimmen. Besonders die Hauptstädte der einzelnen Völker sind sehr detailliert gestaltet. Aber auch sonst sieht das Spiel super aus. Besonders die Zaubereffekte lassen den Grafikchip kochen. Das kann gerade bei größeren Kämpfen mit vielen Mitspielern schon mal in ein Effektfeuerwerk enden in dem keiner mehr durchblickt. Das ist zwar eher nachteilig, stört aber nur bedingt.

Dungeons:

Zu denen kann ich noch nicht wirklich viel erzählen, außer dass es noch nicht so viele gibt. Ich habe erst einen gemacht. Der war sau schwer, hat aber Spaß gemacht. Allerdings fand ich die Trashmobs doch sehr schwer im Vergleich zum Boss. Mal sehen was hier noch kommt.

Crafting:

Natürlich gibt es auch hier Berufe. Die Auswahl ist nichts überraschendes. Rüstungsschmied, Juwelier, Koch… das übliche halt. Es ist natürlich wieder unglaublich aufwendig vernünftige Gegenstände herzustellen. Entweder muss man sich alles zusammen suchen oder im Auktionshaus kaufen. Das herstellen geht dann angenehm schnell. Um so mehr ihr auf einmal herstellen wollt, um so schneller geht es. Es gibt zwar eine Höchstgeschwindigkeit, aber wenn ich das mal mit Runes of Magic vergleiche ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Man kann zwei Berufe gleichzeitig erlernen. Möchte man einen anderen Beruf ausüben, kann man einen bereits erlernten wieder verlernen. Der Fortschritt bleibt dann gespeichert, falls man den Beruf doch noch mal ausüben möchte.

Fazit:

Zusammenfassend kann man sagen, das Guild Wars 2 nicht was völlig neues ist, aber es wird vieles anders gemacht. Das meiste davon gefällt. Man merkt, dass Guild Wars momentan sehr erfolgreich ist, da immer jemand in der Nähe ist, der einem helfen kann. Die Server laufen auch sehr stabil. Ich bin bis jetzt nur einmal aus dem Spiel geflogen und konnte nie feststellen, dass die Server mal überlastet waren. Jetzt heißt es abwarten wie sich ArenaNet in Zukunft um Guild Wars kümmert. Jetzt zu Halloween steht schon mal ein Special an. Die ersten Inhaltsupdates sind auch angekündigt. Wenn ArenaNet am Ball bleibt und sich nicht zu sehr ausruht, könnte Guild Wars neben WoW eine echte Alternative werden.

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One Comment

  1. ungeheuler 13. November 2012 Reply

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