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Da war ja noch was – Meine Expertise zur Live Music Session 2013 in Schwerfen

Auftritt - Männer von Flake (c) 2013 mensaman
Auftritt – Männer von Flake (c) 2013 mensaman

Hätte ich fast vergessen, aber eben nur fast. Am Samstag (5.10.13) waren Mett und ich bei der Music Live Session in Schwerfen. Er hatte mir davon bereits vor Wochen erzählt und meine Erwartungen an diesem Tag sind gewachsen. Gleichzeitig sind mir aber auch die näheren Informationen die mir Mett seiner Aussage nach geliefert hatte, abhandengekommen. Sprich ich hatte sie einfach vergessen.

Am Freitag vor des besagten Abend rief er mich an und musste mir erneut alle wichtigen Details liefern. Dabei kam auch das Wort Coverband und der Satz „an dem Abend spielen 4 Coverbands“ auf. Mh dachte ich, da meine allgemeine Meinung zu Coverbands keine Gute ist, war ich jetzt nicht so begeistert. Trotzdem wollte Ich dem Abend eine Chance geben und beschloss unvoreingenommen in den Abend zu gehen.

Auch nach dem GinTonic und den 2 Bieren bei Mett zu Hause war dieser Blick immer noch unvoreingenommen. Als wir vor der Schützenhalle der schönen Stadt Schwerfen (Vor-Eifel) standen, meldete sich auch noch mein Magen. Diese knurrende Meldung konnte aber mit einer schönen Currywurst und einer Kartoffelbeilage mit Mayonnaise schnell befriedigt werden.

Da war ich also nun. In mitten vieler sehr gut gelaunten Leute standen wir direkt an der Bühne und lauschten zu der Musik. Bis jetzt war die Stimmung in der Mehrzweckhalle und meine noch nicht so am Kochen. Im weiteren Verlauf änderte sich aber Diese. Denn nach Noxit, Kontrollverlust und Ten Ahead kamen die Männer von Flake.

Aber Moment. Einige Worte zur Band Ten Ahead muss ich doch noch vorher loswerden. Es ist sehr schwierig für mich jetzt meinen roten Faden einzuhalten, da sich die Ereignisse in meinem Gehirn überschlagen haben.
Die Band fing also an zu spielen und ein Herr mit Glatze, schwarzen Ledermantel und schwarzer Oberbekleidung betrat die Bühne – einer der Sänger. Die erste Assoziation die mir in den Sinn kam „Oh ein weißer Morpheus“. Dieser Eindruck hielt sich übrigens den ganzen Abend. Sein Singen war absolut in Ordnung, allerdings fand ich seine Gesten etwas zu übertrieben.
Allgemein fand ich die Band sehr klischeehaft und der ganze Ablauf wirkte sehr geplant und nicht spontan. Im späteren Verlauf ihres Sets kam ein angeblich britischer Gastsänger auf die Bühne. Angeblich deswegen, weil mich seine zwei deutschen Tatoos „Musik“ und „Liebe“ sehr verwirrt haben. Sonst entsprach er aber auch allen Klischees eines Rockers. Lange blonde lockige Haare, Vollbart, schöne Augen und die obligatorische schwarze Lederweste hatte er auch an. Eine gute kraftvolle Stimme hatte er aber. Das muss man sagen. Seine Queen-Interpretation fand ich echt gut.
Die zwei weiblichen Sänger der Kapelle waren übrigens auch einer echten Klischeekiste entsprungen. Durch kurze enge Kleider hatten sie alle männlichen Blicke auf ihrer Seite.
Versteht mich bitte nicht falsch, singen konnten sie alle wirklich gut, aber irgendwie vermittelte mir die Band, dass ihnen ihre Außenwirkung sehr sehr wichtig war. Finde ich persönlich bei jeder Band fehl am Platz.

Ich sprach vorhin von meiner Euphorie. Warum? Ganz einfach denn jetzt kamen die Männer von Flake. Eine klassische Rock-Cover Band bestehend aus vier älteren Herren, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen haben. Mag es an der Authentizität legen, mit der sie richtig klassische Rock Lieder interpretierten, oder an den absolut geilen einzelnen Solos, die in jedem Lied mindestens ihren Platz fanden. Ganz gleich was es war nach ihrem Set war ich absolut fertig. Jegliche Energie, die ich in meinem Körper hatte, ist beim Abbrocken aufgebraucht worden.
Meiner Meinung nach war das der eine Höhepunkt dieses Abends. Der andere Höhepunkt war das Kontrollverlust-Cover von Tenacious D – The Greatest Song of the World.

Die zweite Kartoffelbeilage des Abends. (c) 2013 mensaman
Die zweite Kartoffelbeilage des Abends. (c) 2013 mensaman

Nach diesem Auftritt musste ich eine Pause machen und gönnte mir noch mal die leckere Kartoffelbeilage mit Mayonnaise. Aber meine Energie war weg. Und kurze Zeit später sind wir nach hause gegangen. Mett übrigens nicht. Das kleine Duracell-Häschen war bis zum Ende der Veranstaltung da und ist sogar noch nach hause gelaufen (2-3 Kilometer – mit Wegebier).

Mein Gesamteindruck dieses Abends:

  • geile Musik
  • geiler Abend
  • geile Stimmung
  • vielleicht sogar eine neue Tradition
  • sehr leckere Verpflegung

 

An dieser Stelle sei noch mal mein Dank an Mett ausgesprochen, dass er mich mitgenommen hat.

P.S.: Der Fotoreporter der zu Gegend war bedarf auch noch ein paar Worte. Stellt euch einen typischen Kriegsreporter vor. Langer Bart, zerzaustes Haar, eine beige Foto-Weste und ein Cape nach hinten getragen. Eigentlich haben nur noch die G.I.s und die Explosionen gefehlt. Wirklich faszinierend.

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3 Comments

  1. mett 8. Oktober 2013 Reply
  2. Olga 8. Oktober 2013 Reply
  3. Canta 10. Oktober 2013 Reply

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