in Mahlzeit

Die Fette Kuh – Da muss ich nicht noch mal hin

Entgegen der Gerüchte sind die Pommes-Sommeliers noch lange nicht in den ewigen Frittierfett-Gründen begraben. Wir waren in der Fetten Kuh in der Südstadt zu Köln. Und wie es die Überschrift vermuten lässt, hält sich die Begeisterung wirklich in Grenzen.

Der Eine oder Andere wird sich schon mindestens einmal in seinem Leben über die lange Schlange vor der Fetten Kuh gewundert haben. Schließlich ist es immer wieder ein faszinierendes Bild. Da kommt unweigerlich die Frage auf, sind die Burger respektive sind die Pommes wirklich so gut, dass man diese lange Warteschlange in Kauf nimmt? Um die Spannung gleich im Keim zu ersticken: Nein, es lohnt sich nicht.

Aber fangen wir am Anfang an. Am besten ihr geht mindestens zu zweit in den Laden. Eine taktische Einsatzplanung vorab macht auch Sinn. Während einer von euch einen freien Platz sucht – was eine Lebensaufgabe wie die ewige Jagd nach dem Glück oder den Bigfoot sein kann – testet der Andere seine Geduld und reiht sich in die Warteschlange ein und bestellt.

Als Girlfriend und ich beides erfolgreich gemeistert hatten und unsere Bestellung plus einen guten Sitzplatz hatten, wobei das Adjektiv gut hier relativ zu sehen ist, erwartet euch zudem auch kein tolles Geschmackserlebnis. Sicher der Burger ist nicht wirklich schlecht, aber eben auch nichts besonderes. Zudem kam, dass zu mindestens mein Burger-Patty nicht medium und auch nicht rare war, sondern im Kern eben roh. Kann passieren darf aber nicht. Die lange Schlange hat mich auch davon abgehalten den Burger zu reklamieren. Auch die Burgersoße stellt keine kulinarische Revolution dar.

Zu den Pommes: Auf den ersten Blick sehen sie wirklich toll aus. Auch die zwei selbstgemachten Soßen, die es dazu gibt, machten rein optisch etwas her. Allerdings änderte sich das sehr schnell. Ziemlich übersalzen und teilweise sehr fettig. Interessant ist der geschmackliche Verlauf der Pommes. Während die Oberen lecker waren, veränderte sich der Geschmack zum Tellerboden hin. Eine wirkliche Erklärung dafür habe ich nicht. Lobend zu erwähnen ist, dass die Pommes frisch und selbstgemacht wirken. Auf jeden Fall keine Massen-TK-Ware. Trotzdem: Pommes und die Soßen (ich hatte Mayo und Ayoli) entsprachen nicht meinem Geschmack.

Über das Ambiente des Ladens ist es wirklich sehr schwer eine Aussage zu treffen. Es ist sehr lauf und besonders toll finde ich es, dass man während der letzten Bissen noch im Mund ist, von allen Anwesenden scharf beobachtet wird, damit man auch ja schnell das „Restaurant“ verlässt und den Platz wieder frei gibt. Erinnert mich irgendwie an den Kampf am Wasserloch. Wer will kann sich seine Burger aber auch einpacken lassen.

Fazit: Wer gemütlich einen Burger mit Pommes essen will, der „isst“ hier falsch. Die Pommes schaffen es trotz ihres tollen Aussehens nicht über das Mittelmaß hinaus. Wer will kann hingehen und sich selbst ein Bild darüber machen. Ich bleibe aber bei meiner Aussage: „Die Fette Kuh? Da muss ich nicht nochmal hin.“

Das Logo der Pommes Sommeliers
(c) bei mensaman. THX an LaberGaber

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