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Pilotprojekt bei O2

Update 18.12.2015: Ich habe von der Firma Real Inkasso natürlich keine Antwort erhalten. Aber O2 hat sich tatsächlich bei mir gemeldet. Ich hatte diesen Artikel hier auf der Facebookseite von O2 gepostet. Gleichzeitig hatte ich an O2 über Facebook eine weitere Nachricht gesendet. Und siehe da, eine Antwort. Per Chat schrieb mir die Mitarbeiterin von O2, dass man die Sache klären werde. Leider dauerte das alles sehr lange. Da ich mir nicht sicher war wie der Mist weitergeht und ich die Kosten nicht unnötig in die Höhe treiben wollte, hatte ich mich dazu entschieden die Rechnung zu begleichen. Als weiteren Schritt habe ich an Real Inkasso ein erneutes Schreiben aufgesetzt. Darin habe ich das Inkassounternehmen unterrichtet, dass ich die Rechnung vorbehaltlich gezahlt habe und ich nach Klärung des Sachverhalts unverzüglich das Geld zurückfordere. Überraschenderweise habe ich wieder keine Antwort erhalten. Die O2 Mitarbeiterin meinte, dass ich das nicht hätte überweisen müssen. Aber das wäre kein Problem. Ich würde das Geld zurück bekommen. Auf meine Frage, wie man mir denn jetzt als kleine Entschädigung entgegen kommen möchte, schenkte man mir den LTE-Router. Toll. Gaaanz toll. Ich darf das Ding behalten, womit meine Probleme begannen. Und das Ding ist auch noch kacke. Ich habe es nicht umsonst an O2 zurückgeschickt. Gestern habe ich plötzlich eine Überweisung von O2 auf meinem Konto gefunden. Ich habe das Geld in voller Höhe zurückerhalten. Nach nur 5 Monaten kann ich dieses Kapitel schließen. Und damit endet auch dieser Artikel.

Update 22.11.2015: Ich habe eine weitere Antwort erhalten. Allerdings nennt sich der Absender Real Inkasso. Der Rechnungsbetrag hat sich auch verändert. Es kommen jetzt noch folgende Posten dazu:

  • Verzugszinsen: 0,94
  • Mahnkosten: 11,00
  • Inkassokosten: 48,60

Macht dann insgesamt 120,53 Euro. Jetzt muss ich mich also mit einem Inkassobüro auseinandersetzen. Denen habe ich heute den Fall geschildert. Aber wenigstens erreicht man bei denen direkt jemanden und man kann meinen Fall im System zuordnen. Aber richtig toll finde ich, dass ich mein Anliegen per Mail senden kann. Das große Telekommunikationsunternehmen O2 kann das nicht. Vielleicht sollte O2 mal mit der IT Abteilung von Real Inkasso sprechen. Die helfen bestimmt weiter. Da die Mitarbeiterin von Real Inkasso sehr kompetent wirkte, gehe ich davon aus, dass ich diese Woche noch eine Antwort erhalte. Ich werde hier wieder berichten.

Update 01.11.2015: Ich habe noch immer den zurückgeschickten Router. Eine Antwort auf meine Schreiben habe ich nicht erhalten. Aber immerhin kam keine weitere Mahnung. Mal sehen ob es noch mal weiter geht.

 

Ich bin dieses Jahr umgezogen. Neben dem Ganzen drumherum wie Kisten packen, Sachen ausmisten, Wagen mieten, Freunde zum Helfen organisieren… gibt es eine weitere Hürde, welche man erst mal schaffen muss. Der Umzug des Internetanschlusses! Da ich schon ziemlich viele schlimme Geschichten von diesen Ereignis gehört hatte, kümmerte ich mich ziemlich früh darum. Also habe ich einen Monat vor meinen Umzug bei der O2 Hotline angerufen. Dort sagte man mir, dass das alles kein Problem sei. Ich konnte sogar ein Wunschdatum nennen. Vier Wochen später folgte der Termin.

Ein netter Mitarbeiter der Telekom rief mich kurz vor besagtem Termin an, um sich zu erkundigen, ob denn jemand anwesend sei. Ich konnte dies bestätigen. Oh cool, dachte ich. Scheint alles zu klappen. Leider rief mich dieser nette Herr kurze Zeit später wieder an, um mir mitzuteilen, dass ich in der Hausnummer 41 wohne und nicht wie von mir beauftragt in der Hausnummer 42 (Hausnummer wurde von der Redaktion verfälscht). Schön doof von mir! Aber naja, was soll man machen. Also wieder die Hotline bemüht um meinen kleinen Fehler mitzuteilen. Man sagte mir, dass das neue Schalten der Leitung ca. 4 Wochen dauert! Ich war leicht genervt. Aber gut, es war mein Fehler. Ich hatte mich damit bereits abgefunden, da rief mich der selbe O2 Mitarbeiter an, bei dem ich meinen Fehler gemeldet hatte und unterbreitete mir einen großartigen Vorschlag. Zumindest dachte ich das damals noch…

„Es gibt ein neues Pilotprojekt von O2! LTE für zu Hause.“ Und ich darf dran teilnehmen. Ich war direkt angefixt. Aber, was heißt das? Man erhält einen LTE-Router und eine SIM-Karte mit der ich dann einen Monat und bis 5 GB surfen kann. Kostenlos. Ja geil, dachte ich. Wirklich kostenlos? Ja, es kostet nichts. Sie müssen nur am Ende an einer Umfrage teilnehmen und wahrscheinlich den Router wieder zurück schicken. Alles klar! Ich hielt das für den perfekten Weg den Monat ohne Internet zu überbrücken. Zwei Tage später kam der Router. Kurz eingerichtet und los ging es. Ok, der Router war kacke. Aber ich hatte Internet.

Dann wurde es komisch: Plötzlich bekam ich einen zweiten identischen Router zugesandt. Ich war verwirrt. Aber ich erhielt gleichzeitig eine E-Mail, in der man mich auf einen Fehler von O2 hinwies. Ich soll doch bitte den zweiten Router zurück senden. Natürlich sollten keine Kosten entstehen. Leider stand nicht dabei wohin ich den Router senden soll. Also musste mir die O2 Hotline helfen. Ich bekam den Hinweis, auf O2.de/retouren einfach einen Retourschein auszudrucken. Gesagt, getan. (Diese Info seitens O2 sollte sich später als falsch erweisen. Aber dazu später mehr.)

Der Monat zog dahin. Irgendwann kam die Auftragsbestätigung mit einen Termin für meinen „normalen“ DSL-Anschluss. Das surfen mit dem LTE-Router klappte ganz gut. Ich musste mich nur etwas bremsen was mein Surfverhalten angeht, da ich nur 5 GB Datenvolumen hatte. Aber selbst das klappte. Kurz bevor mein DSL-Anschluss wieder freigeschaltet werden sollte, bekam ich Post: Eine Mahnung von O2.

Was dort angemahnt wurde, war erst mal nicht ersichtlich. Ich konnte nur vermuten, dass es sich um den LTE-Router handelt. Ok, ärgerlich. Aber hey, wir sind alle nur Menschen. Und Menschen machen Fehler. Dann ruf ich halt bei der Hotline an und kläre das Ganze schnell. Dachte ich jedenfalls. Also „kurz“ die Hotline angerufen. Bei O2 muss man sich per Tastenwahl durch ein Menü hangeln bevor man einen Menschen als Gesprächspartner bekommt. Ich dachte, ich bin bei DSL ganz gut aufgehoben. Die Dame am anderen Ende prüfte direkt mein Konto bei O2. Ne, hier ist alles ausgeglichen. Es ist keine Forderung offen. Das muss etwas aus der Handy-Abteilung sein. Sagte man mir. Sie wollte dann noch wissen wie hoch der Betrag ist. 59,99 Euro. Ne, das ist nix von uns. Der Betrag hört sich nach Handy an. (Ein Betrag kann sich nach Handy anhören??) Ah ja, dann verbinden sie mich bitte dort hin. Das geht nicht. Warum nicht? Geht halt nicht. Sie müssen neu anrufen. OK, Klasse. Also aufgelegt und neu angerufen. Diesmal zur Handy-Abteilung. Konto geprüft und siehe da, alles ausgeglichen. Das muss aus der DSL-Abteilung sein. Sagte man mir. Nein, dort habe ich es schon probiert. Steht da eine Kundennummer auf dem Schreiben? Ja, 2015… Nein das ist keine Kundennummer von uns. Die muss mit DE anfangen. Hier steht aber nur die,die ich ihnen gerade vorlesen sollte. Ne, die muss mit DE anfangen. Was soll ich machen? So steht es hier. Nachdem ich feststellen musste, dass man mit den Angaben auf der Mahnung bei O2 nichts anfangen kann, erzählte ich wie es dazu kam. Leider half das nicht weiter. Man sagte mir, man müsse noch mal was prüfen. Schwups war ich wieder in der Warteschleife. Irgendwann meldete sich jemand Neues. Wie kann ich ihnen weiterhelfen? Ich erklärte, dass ich bereits mit einen Kollegen gesprochen habe. Ja sehe ich, meinte die nette Dame, und jetzt haben sie noch Fragen zu ihren DSL-Anschluss? Äh, weitere Infos haben sie nicht? Nein, sagte man mir. Ah ja, klasse. Der Eine kann mir nicht helfen, weiß nicht weiter und verbindet mich einfach weiter. Sehr Kundenfreundlich! Ich habe den Ganzen Kram dann halt noch mal erklärt. Ich war dann noch mehrmals in der Warteschlange. Ich habe zwischendurch ein Bild aufgehangen, zu Abend gegessen und bin mit der Bahn nach Köln gefahren. Man fand tatsächlich irgendwann meinen Fall irgendwo im tiefsten O2-System. LTE zu Hause hieß das Pilotprojekt. Man wollte sich drum kümmern und die Mahnung zurück nehmen.

Am nächsten Tag bekam ich interessanterweise einen Anruf, mit dem man sich informieren wollte wie mein Testmonat war. Ich berichtete meine Leidensgeschichte. Die Dame von O2 entschuldigte sich vielmals bei mir. Sie wollte sich auch um die Mahnung kümmern. Und ich durfte entscheiden was ich mit dem LTE-Router machen soll. Entweder behalten, dann müsse ich 59,99 Euro zahlen (Ah. Da war er also wieder. Dieser ominöse Betrag!) oder den Router kostenlos zurück schicken. Dazu soll ich bitte auf www.o2.de/retouren gehen… Alles klar. Kenne ich. Natürlich war diese Info wieder falsch. Ich schickte den Router an besagter Adresse. Mein Internet lief wieder über normales DSL. Alles war gut. Dann kam die 2. Mahnung.

Hier wurde mit Schufa und weiteren rechtlichen Mitteln gedroht. Der Wind wurde schärfer. OK, rufen wir mal die Hotline an. Ich weiß ja jetzt, dass ich nur von „LTE zu Hause“ sprechen muss. Kannte der Mitarbeiter aber nicht. Ich wurde weiter verbunden – kein Ergebnis. Dann irgendwann wurde ich zur Mahnabteilung verbunden. Aber selbst dort konnte man die Mahnung nicht zuordnen. Man meinte, dass man mich noch mal kurz in die Warteschleife hängen muss. Aber dann würde man mir bestimmt weiterhelfen können. Also konnte ich mir wieder die nervige O2-Hotlinemusik anhören. Dann, nach ca. 5 Minuten Gedudel bekam ich wieder einen Mitarbeiter ans Rohr. Ein anderer Mitarbeiter. Ich dachte mir, hey… ein Experte. Der kann bestimmt was. Aber weit gefehlt. Eine sehr unmotivierte Dame, die nicht wusste um was es geht. OK, erklären wir noch mal um was es geht. Sie überprüft alles…Warteschleife…

„Ah, haben sie das an die und die Adresse geschickt?“

„Ja.“

„OK, das war falsch. Bitte schreiben sie einen Brief und verlangen, dass man ihnen die Geräte zurück schickt um sie dann an die richtige Adresse zu schicken.“

„Nein, das mache ich nicht. Aber ich möchte jetzt gerne ihren Vorgesetzten sprechen. Um mich zu beschweren.“ (O2 kann sich also keine Pakete von einem Standort zum anderen senden?)

„Das geht aber nicht!“

„Aha, und warum nicht.“

„Mein Vorgesetzter ist nur für uns Mitarbeiter da. Nicht für die Kunden.“

Ich wollte dann wissen was ich tun muss um mich zu beschweren.

„Sie müssen einen Brief schreiben.“ (Schon wieder ein Brief! Ich dachte ich spreche mit einen modernen Telekommunikationsunternehmen?)

Naja, weit gefehlt.Ich habe mittlerweile einen Brief an die Adresse, an die ich die Router geschickt habe, gesendet. Einen Brief an die Adresse der Inkassoabteilung und weitere nervige Telefonate geführt. Letzte Woche kam der erste Router wieder zurück. Mit der Begründung, dass ich das 14 tägige Rückgaberecht überschritten habe. Welch Überraschung bei einem Pilotprojekt was einen Monat dauert. Ich habe noch mal bei der netten Hotline angerufen. Dort hieß es, ich solle nichts bezahlen und warten. Das kann schon einmal zwei Wochen dauern. Also warte ich ab. Mal sehen wie es weiter geht.

Was habe ich daraus gelernt? NIEMALS bei einem Pilotprojekt bei O2 mitmachen.

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3 Comments

  1. Olga 24. September 2015 Reply
  2. Olga 27. November 2015 Reply
  3. ungeheuler 19. Dezember 2015 Reply

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